Bye Bye Winter

So das war´s dann auch für mich für diesen etwas anderen Winter – die Ski sind im Keller und ich freu mich schon auf die Sommer Saison. Konnte die letzten paar Wochen noch einige lässige Touren machen, auch mit sehr gutem Schnee und atemberaubenden Landschaften.

Auch wenn dieser Winter äußerst kurz war, habe ich wieder einige coole neue Touren gemacht und sehr viele lässige Erlebnisse mit Freunden in den Bergen gehabt. Und es wird wohl jedes Jahr das Gleiche bleiben, so gut es geht einfach schauen dass man zur richtigen Zeit wo Schnee, Wetter, LWS zusammen passen Zeit hat und motiviert ist um mit den richtigen Leuten am Berg zu sein. Hoffe dass wir nächstes Jahr wieder öfter eine größere Truppe zusammen bekommen und freue mich schon wenn die Tourenski dann hoffentlich Ende 2015 für die ersten Touren im Gelände wieder aus dem Keller kommen.

Ein paar Fotos von den letzten Touren und ein kurzes Review Video 15-16 das Gusto auf mehr Powder macht, gibts auch noch. Cheers !

Kugelwand

Wettervorhersage war eigentlich sehr gut für heute – allerdings mussten wir ab unserem Start bei der Ochsenalm entdecken, dass die Nebelsuppe doch etwas hartnäckiger als gedacht war, dazu eine „Hausmeisterspur“ vor uns, die eigentlich für einen Normalsterblichen so nicht zu gehen ist. Aber egal – wir hofften auf Wetterbesserung, zogen unsere eigene Spur rauf zum Kalbenjoch und dann weiter auf die Kugelwand – da war dann irgendwie White Out und der Schnee auch so feucht und nicht viel Neuschnee – doch zu warm…

Ok also gemütliche Pause, was essen, bissl quatschen und plötzlich saßen wir da im strahlenden Sonnenschein bei frühsommerlichen Temperaturen – die Nebelsuppe sank bis unters Klappenloch, also beschlossen wir doch noch ein bisschen weiterzugehen um dann eine neue Abfahrtsvariante zu testen – diese war lässig und teilweise waren ein paar feine Schwünge dabei.

Ab dem Joch dann White Out, Bruchharsch, Sumpf und Blindflug – alles was man auf einer Skitour nicht brauchen kann – naja wir schafften es irgendwie zum Auto und dann noch auf ein feines Essen in der Waldrast. Feiner Tag der zwar äußerst ungewöhnlich und herausfordernd war aber das Sonnenfenster oben und das Panorama dazu waren schon sensationell !

Ein Männlein steht im Walde – ganz still und gar nicht stumm

Föhnstimmung – Wüstensand – Diffuses Licht – Frühjahrstemperaturen – nicht gerade unbedingt die perfekten Zutaten für einen coolen Vormittag in den Bergen – naja wir machten doch das Beste draus in dem wir auf der Hinterseite der Serles ein paar Höhenmeter machten – die Natur dort – eine Sensation – Dolomitenstimmung vom feinsten und ganz alleine.

Aufstiegsbedingungen waren perfekt – da die Oberfläche der Schneedecke weich war und dadurch auch in den steileren Passagen nicht gerutscht wurde. Fast bis ganz oben mit Ski unterwegs – oben dann Blick auf die andere Seite, felsig, harsche Stimmung aber cooles alpines Flair. Genau so wie es uns gefällt. Allerdings war das heute ganz eindeutig das Highlight der Tour.

Abfahrt: Schnee war eigentlich zum vergessen – man konnte sich nie auf irgendeinen konstanten Untergrund einstellen, Rocks waren kaum sichtbar und doch knapp an der Oberfläche (autsch…) und unten wars wieder Mal diese fein angerührte Mischung aus Sulz und Flüssigbeton, wobei im Wald kamen wir drauf dass man auch über Wiesen und Wurzeln Ski fahren kann – insofern das Material als Verschleißteil angesehen wird.

Lässiger Vormittag mit dieser Erkundungstour und dem Aufstieg sowie die Natur als Highlight.

 

Tagebuch der Wipptaler Nordseiten & Co.

Die letzten Tage ließ ich in den verschiedensten Konstellationen – teils alleine – teils in netten Runden mit Bella, Hacki und Kiwi den größtenteils noch frischen und oft sogar astreinen, trockenen Powder spritzen. Das sind genau die Tage wo Wetter, Schnee, Verhältnisse und Sicherheit eigentlich sehr schön in Balance und Einklang sind, damit man sich an etwas steilere Sachen wagen kann.

Ob in Schmirn, Vals, Venn oder Navis – es gab einiges zu tun die letzten vier Tage – es waren spannende Momente dabei, Entscheidungen waren nicht immer einfach zu treffen ob und was denn noch verträglich wäre für alle in der Gruppe – aber es waren sehr tolle, wertvolle Stunden in unseren Seitentälern mit ungeplanten Ausgängen und Begegnungen der tollen Art. Und am Ende kannten wir uns alle ein bisschen besser und haben uns wieder ein paar nette Geschichten zum erzählen 😉

Sogar unbekannte, neue Plätze und Orte wurden entdeckt und genossen – ich kann nur soviel sagen – danke an alle die dabei waren und die Zeit dort oben genossen – es war mir eine Freude sie mit euch zu teilen und ja – der Winter hat noch einiges zu bieten – es war sensationell und verspricht doch noch einiges zu bieten.

Der Spätwinter ab März ist doch einfach die geilste Zeit im Jahr !!!

Pulvertouren der vergangenen Tage

Eigentlich gibt es gar nicht viel zum sagen, die letzte Woche, seit dem Megaschneefall am letzten Wochenende entschaedigte fuer das lange Warten auf den „Winter“ in unseren Breitengraden.

Dafuer kam es dann umso fetter, Pulver ohne Ende, zu einem großen Teil auch ohne allzu viel Windeinfluss. Das wurde egal ob im Arztal, Vals oder Schmirn ausgenützt und eine richtig geile Zeit in den Bergen verbracht.

Damit sind wohl einige Spaetwinter bzw Fruehjahrstouren in höheren Lagen sichergestellt…. Gewaltig !

Mieminger Triple

Weils am Donnerstag eigentlich perfekt war machte ich mich wieder auf den Weg ins Oberland. Von Arzkasten aus startete ich Richtung Wankspitze – schon bald war s aus mit strahlendem Sonnenschein und die Wolken übernahmen das Ruder. Knapp unterhalb der Gipfels fand ich meine anvisierte Rinne die runter ging in die Stöttlreise – schneetechnisch immer noch sehr gute Verhältnisse wenn auch ein Deckel bereits am Schnee war – zumindest stellenweise.

Dann wieder aufgefellt – und die 350hm rauf zum Stöttltörl – dort oben war der Wind und das Wetter dann schon eher sehr unangenehm und kalt. Also machte ich mich an meine zweite Pulverabfahrt des Tages. Weils unten im Kar dann wieder besser und wärmer war, dachte ich mir, was soll´s – noch einmal aufgefellt und in Richtung Wankspitze über die Rinne vom Donnerstag aufgestiegen – allerdings mit einem anderen Ende ganz oben. Da kam mir auch einer im Abstieg vom Gipfel entgegen.

Kurzer Plausch über die Verhältnisse und dann in die letzte wiederum sehr lässige Pulverabfahrt gestürzt. Die Wetterfront war jetzt endgültig da und so machte ich mich schnurstracks auf den Weg zurück zum Parkplatz. Wieder eine sehr lässige Tour in den Mieminger Bergen die ein gewaltiges Variantenpotential haben – auch wenn auf den bekannteren Touren zum Teil ganze Heerscharen am Weg waren.

 

Winterfeeling in den Mieminger Bergen

Heute bei Kaiserwetter mit dem Hacki nach Obsteig um von dort über das Lehnberghaus auf die Grünsteinscharte aufzusteigen. Verhältnisse schauten rundherum eigentlich super aus – nur war durch die Exposition schon teilweise ein leichter Deckel am Schnee.

Landschaftlich wunderschön – felsig, schroff und Varianten ohne Ende im hinteren Teil des Tals. Aufstieg auf die Scharte ging uns eigentlich ganz locker von der Hand –  oben genossen wir wolkenloses Traumwetter und die Aussicht auf eine lässige Abfahrt.

Wir konnten auch beobachten wie eine nordseitige Rinne angespurt wurde und damit war für uns klar dass wir nach der ersten – richtig lässigen Pulverabfahrt nochmals auffellen müssen um diese Rinne aufzusteigen und dann eine noch lässigere weil steilere und auch astreine Pulverabfahrt genießen zu können.

Super lässiges Gebiet – Traumtagl in die Berg – und vor allem in diesem Teil Tirols ist Winter….

Napfn

Vormittag war das Wetter noch recht gut angesagt – also machten sich Kiwi, Joggi, Hacki und ich auf ins hintere Schmirntal um dort unsere erste Tour für diesen Winter zu machen. Unten war Schnee noch Mangelware – ab der Bachquerung wurde das ganze aber für den „Frühwinter“ recht brauchbar und teilweise hatte es sogar eine sehr gute Pulverauflage – oben dann Richtung Grat unterhalb vom Napf wieder alles abgeblasen und auch recht windig.

Abfahrt war dann eigentlich sehr gut – After Touring im Olpererblick – „naja dafür dass in ca zwei Wochen Weihnachten ist“ – kann man gar nix sagen zum Thema Schneelage….

Pfoner Kreuzjöchl

Am Freitag bei sehr gutem Wetter und eigentlich sehr brauchbaren Bedingungen von Navis auf´s Pfoner Kreuzjöchl – Schneeauflage war gar nicht schlecht und versprach sogar ein paar feine Schwünge im unberührten Pulver. Oben wars dann sehr windig und auch sehr kalt – daher nur kurz am Gipfel aufgehalten und zügig wieder runter. Feine Abfahrt – lässige Tour unten am Forstweg wieder zurück zum Auto.

Wankspitze

Hacki und ich waren Freitag kurzentschlossen noch Obsteig unterwegs um vom Gasthaus Arzkasten aus auf die Wankspitze zu gehen. Zuerst muss man den doch etwas langwierigen Rodelweg überstehen ehe man weiter oben dann im Wald und im offenen Gelände landet. Schnee hat s dort genug gemacht aber motivierte Tourengeher waren auch jede Menge am Weg.

Aussicht am Gipfel war bei Kaiserwetter eine super Sache – die Abfahrt dann aber eher schon pistenähnlich. Egal – endlich der Startschuss in die Skitouren Saison gefallen.

 

Hohe Warte

Was für ein wunderbarer Herbsttag gestern – der sollte irgendwie im Freien genutzt werden. Hacki und ich wollten mal wieder was für uns Neues im Karwendel machen – die Wahl fiel dieses Mal auf die Hohe Warte und zwar von der Buzihütte aus.

Vom Parkplatz weg auf einem angenehmen Weg der oben ein wenig steiler wurde rauf zum Rauschbrunnen – danach wurde es um einiges steiler rauf zur Aspachhütte, Jagdhütte und den direkten Verlauf folgend bis unter den Einstieg in den Südgrat. Wir zogen jetzt über steile, abschüssige Wiesen und Schotter nach links raus und erreichten dann den Grat zwischen Solstein und Hoher Warte. Im letzten Stück noch ein paar leichte Kletterstellen eher wir nach knappen 1900 Hm am Gipfel standen.

Dort oben war absolute Ruhe – niemand ausser uns da oben – ein paar Steinböcke genossen die feinen Temperaturen am Grat zum Solstein. Hammeraussicht – einfach nur empfehlenswert. Im Abstieg heisst es dann nochmal konzentriert  zu gehen – aber im Großen und Ganzen kein Problem.

Auf der Terrasse beim Rauschbrunnen genossen wir die letzten Sonnenstrahlen und ein wohl verdientes Weizen, philosophierten über einige neue Ziele im Winter und im nächsten Jahr und waren dann mit Einbruch der Dunkelheit knapp nach 17.00 beim Auto.

Ein fantastischer Tag mit Hacki im immer wieder beeindruckenden Karwendel bei Superbedingungen und dass Mitte November. Südseitig ist da noch einiges möglich wenn das Wetter so weiter geht.

Durrachjöchl Bike & Hike

Weil des Wetter heute so super war – habe ich mich entschlossen doch noch einmal mein Mountainbike auszupacken. Von daheim los gings bis ins hinterste Schmirntal recht flott dahin. Dort in Madern dann das Bike abgestellt und die letzten 500 Höhenmeter zu Fuß rauf aufs Durrachjöchl. Wunderbaren Ausblick, superfeine Temperaturen, da lässt sich der Feiertag am Berg genießen.

Coole Tour die optimal als Bike – Hike Kombi zu machen ist. Lässigs Tagl.

Zum Besuch beim El Comandante Che Guevara

Heuer sollte der lang geplante Klettersteig Che Guevara nördlich vom Gardasee endlich von Hacki´s Liste gestrichen werden. So machten wir uns zu zweit in der Früh auf nach Pietramurata um von dort aus die 1400 Hm vom Tal aus auf den Monte Casale zu bezwingen. Wetter und Temperaturen waren top – nur wir waren aufgrund des gestrigen feuchtfröhlichen Abends leicht angestochen. Der Klettersteig ist landschaftlich und von der Aussicht ein wahres Juwel allerdings darf man die Länge nicht unterschätzen – technisch nicht schwer aber wir waren doch einige Stunden unterwegs bis wir oben am Gipfel ankamen.

Dort sah man bis zum Gardasee und das Wetter spielte auch perfekt mit. Eine kurze Rast beim sehr urigen Rifugio und dann gings über die Via Ferrata Rampin wieder Richtung Tal. Hier war aufgrund des leicht feuchten Laubes und des sehr steilen Waldes nochmals äußerste Vorsicht geboten. Nachdem wir den Abstieg gut hinter uns gebracht hatten machten wir uns wieder auf Richtung Bardolino zu unserem Apartment um dort auf unseren lang gehegten Gipfelsieg anzustoßen.

Landschaftlich sehr schön – aber durch die Länge keinesfalls zu unterschätzender Klettersteig nördlich vom Gardasee.

Serles – Bike & Hike

Heute morgen gings für mich ganz gemütlich mit dem MTB von zu Hause aus auf die Maria Waldrast wo ich nach einem Kaffee mit Jakob und Hacki die Serles in Angriff nahm. Feines Tempo – lustige Gespräche über Proleten oder Nicht-Proleten im Fußball – und so kamen wir bald am Serlesjöchl an. Jakob meisterte auch die etwas schwierigeren Stellen mit der Leiter ganz easy und damit waren wir bald gemeinsam am Gipfel – wo natürlich schon jede Menge Leute die feinen Herbsttemperaturen genossen.

Retour gingen wir in Richtung Lämpermahd – Kalbenjoch und dann über die Matreier Grube raus zur Ochsenalm wo uns zwei Kreuzottern über den Weg schlichen. Kurze Rast auf der Alm wo wir Marion, Bella, Simon und Alexander trafen und dann noch zur Waldrast um uns ein wohl verdientes Schnitzel zu genehmigen…

Respekt Jakob für die tolle Leistung mit neun Jahren so flott auf die Serles zu steigen.

Gschnitzer Talrunde Deluxe

Über eine Bergtour von Steinach aus ins hinterste Gschnitztal und wieder raus hatte ich schon länger nachgedacht – es gibt ja auch im Internet die klassische Gschnitztal Hüttenrunde als Anhaltspunkt. Aufgrund des stabilen Hochdruckwetters und der traumhaften Vorhersage machte ich mich letzten Freitag auf um in drei Tagen von Steinach aus über den Blaser – Kesselspitz – Padasterjochhaus – Pinnistal – Innsbrucker Hütte – Habicht – Glättespitze – Bremer Hütte – Innere Wetterspitze – Tribulaunhütte – Gstreinjöchl und Lichtsee die gesamte Talrunde in ca 82km Wegstrecke, 8330 Höhenmetern und ungefähr 30 Stunden reine Gehzeit hinter mich zu bringen.

Ein extrem eindrückliches, lässiges aber auch kraftraubendes und anstrengendes Unterfangen das mir aber wieder einmal aufzeigte was für wunderbare Möglichkeiten wir in unserer unmittelbaren Umgebung haben und welche interessanten Routenkombinationen man sich so zusammensammeln kann. Natürlich lernt man sich auf den endlosen Auf- und Abstiegen auch wieder ganz anders kennen als im Alltag und ich erkannte eigentlich wie wenig man wirklich braucht um in der Natur eine tolle Zeit zu haben.

Details zu den einzelnen Tagesetappen gibts hier.

Tag 1 – Steinach – Innsbrucker Hütte

Tag 2 – Innsbrucker Hütte – Bremer Hütte

Tag 3 – Bremer Hütte – Steinach

Ich kann die Tour sowie die Hütten nur empfehlen – allerdings sollte man auf ein stabiles Wetterfenster warten und die nötige Kondition für solche Geschichte muss man klarerweise auch mitbringen…

 

Große Ochsenwand

Das Wetter sollte sich in den nächsten Tagen ändern, so entschied ich mich heute nochmals den schönen Tag zu nutzen – meine heutige Wahl fiel auf den Klettersteig auf die große Ochsenwand. Mit dem Auto in die Schlick – mit der Kreuzjochbahn bis zur Bergstation – Abstieg zum Einstieg (gut markiert) und dann gings auch schon los.
Über die Südkante führt der interesannt Steig auf den Gipfel – teilweise ausgesetzt und im Gipfelbereich ohne Seilsicherungen – man sollte schon den ein oder anderen Klettersteig erklommen haben, um diesen Steig geniessen zu können 😉 …..
am Gipfel angekommen, genoss ich die super Aussicht; kurze Pause bevor ich anschließend über den Nordgrat, die Kleine Ochsenwand zur Alpenklubscharte abstieg. Weiter über den Gsallersteig (113) zur Roßgrube und zur Schlickeralm. Kurzer Einkehrschwung und weiter zur Mittelstation, wo ich die Bahn nach unten nutzte ….. (Freizeitticket will ja auch genutzt werden)

Ski-, Berg- und Biketouren