Teil 3 – der Wahnsinn geht weiter – und wurde dann am Ende noch länger als vermutet. Aber alles der Reihe nach – zu allererst war ich wieder gegen knapp nach 6.00 auf um die Innere Wetterspitze als Erster an diesem Tag zu erklimmen und auch ganz alleine am Gipfel das Panorama und die „Frühstücksruhe“ genießen zu können.

Im Vergleich zu meinem ersten Besuch hier vor knapp acht Jahren wurden etliche Passagen seilversichert und somit der Aufstieg um einiges entschärft – aufpassen heissts immer noch – obikugeln spielts da oben immer no nit…. a neues Gipfelkreuz ist mittlerweile auch oben – einfach nur gewaltig der Hausberg der Bremer Hütte.

Im Abstieg kam mir dann allerdings schon vor, dass die Temperaturen am frühen Vormittag noch eine Spur extremer waren als an den letzten Tagen. Naja – kurz gefrühstückt, viel getrunken und dann gings wieder raus aus dem Tal – erstmals in Richtung Steinach. Über den Jubiläumssteig in Richtung Tribulaunhütte gings unterhalb der Schafkampspitze, Weissen Wand, Hohen Zahn in teils sehr abwechslungsreicher Vegetation mit meterhohem Farn bis Fels und Latschen – war da alles dabei – bis unterhalb vom Pferscher Pinggl. Über ein extrem schönes Plateaux mit einem kleinen See gings rauf auf einen Kamm wo ich zum ersten Mal die Gschnitzer Tribulaunhütte entdeckte.

Flott über die Schotterreisen rüber – da wartete schon der Kiwi auf mich – der war von der Gargglerin gekommen und schloss sich mir am Heimweg an – „Grazias dafür“ – war total a feine Zeit und zu zweit gehen die doch noch sehr weiten Wege bis nach Steinach bei an Ratscher auch schneller vorbei. A Suppe genossen wir auf der Tribulauhütte – dann nahmen wir die steilen 500 Höhenmeter auf Gstreinjöchl auf uns. Hinten runter – an Muttenkopf und Rötenspitze vorbei gings schnurstracks zum Lichtsee wo wir unsere letzte ausgedehnte Pause machten und nochmals alle Reserven auftankten.

Dann zogen wir recht flott raus zur Nösslachjochhütte und mit mittlerweile derben Blasen an den kleinen Zehen wurde der Abstieg über die Piste nochmals zur Tortur am Schluss. Aber nach 11,5 Stunden Gehzeit, waren die 35 Kilometer und 2400 Höhenmeter der Schlussetappe auch erledigt.

Cri hatte sich schon bereit erklärt den Grill anzuheizen und so genossen wir noch ein paar Stunden ohne Schuhe mit eitrigen Blasen an den Füßen, einem kalten Bier in der Hand und einer Menge toller Erinnerungen und Impressionen im Kopf. Ehrlich gesagt bin ich zwar knapp vor 22.00 im Stuhl fast sitzend eingeschlafen – aber verwundert hats mich nicht.

Eine sensationelle Tour – die einen richtig erdet und die Natur in unserem Umfeld genießen lässt !